Wir setzen uns für die Förderung von Literatur und Kultur ein


Was wir leisten

Wir leisten einen Beitrag zum Kultur- und Bildungsangebot in der Stadt und Region Grenchen und halten die langjährige Tradition von Literatur-Veranstaltungen unterschiedlicher Art, wie Autor*innen-Lesungen und -Gespräche aufrecht. Die Anlässe der Literarischen Gesellschaft sollen zur Auseinandersetzung mit Literatur führen sowie zum Lesen und Schreiben animieren und allgemein die Freude an Büchern vermitteln.

Ausserdem unterhält die LGG den Offenen Bücherschrank am Marktplatz.

Mitglied werden

Wenn Sie die Literarische Gesellschaft unterstützen wollen, werden Sie Mitglied! Sie werden regelmässig und frühzeitig über die Aktivitäten informiert und haben die Möglichkeit, aktiv Anregungen zu Autor*innen, Bücher und Anlässen einzubringen.

Kontakt

Literarische Gesellschaft Grenchen

2540 Grenchen

gr@literarische-gesellschaft.ch



Aktuell


Helle Nacht voll guter Menschen: Lesung mit Regula Portillo

 

Die Stadtbibliothek Grenchen bot die Kulisse für eine stimmungsvolle Lesung mit Talk mit der Solothurner Literaturpreisträgerin Regula Portillo, organisiert von der Literarischen Gesellschaft Grenchen.

(Claudia Dahinden, Grenchner Tagblatt, 24.6.22)

Die in Deitingen aufgewachsene, in Bern wohnhafte Autorin las in der Stadtbibliothek Grenchen aus ihrem 2020 erschienenen zweiten Roman «Andersland», für den sie die Literaturpreise der Kantone Bern (2020) und Solothurn (2021) erhielt. In vier Buchsequenzen nimmt Portillo das Publikum mit in das Leben von Matilda, Tochter einer Mexikanerin und eines Schweizers, die bei ihrem alleinerziehenden Vater Pascal in einem Schweizer Dorf aufwächst.

 

Matildas Welt zerbricht

Aus den Augen Pascals tauchen wir in Matildas noch heile Welt ein: Es ist 1986, die Gespräche drehen sich um die Fussball-WM und um Matildas Lieblingskuchen, den «Unmöglichen Kuchen», oder wie sie ihn nennt, die «Helle Nacht», ein kulinarisches Produkt aus zwei Gegensätzen, die sich nicht verbinden und trotzdem – oder deswegen? – unwiderstehlich sind.

Matilda befindet zwischen zwei Welten, die sich wie ihr Kuchen nicht vermischen dürfen, und muss sich darum in ihrem Innern «Andersland» schaffen – einen Ort, an dem diese Welten koexistieren können. Damit zeichnet die Autorin die Erfahrungen einer Schulkollegin nach, die ebenfalls zu ihrer im Ausland lebenden Mutter ziehen musste.

 

Plädoyer für verschiedene Familienformen

Aus der Sicht des Tobias öffnet Portillo den Blick in die Ohnmacht und Wut eines Betroffenen über die Ungerechtigkeiten, unter denen Homosexuelle in den 1980er Jahren leben mussten; ein für Portillo wichtiges Plädoyer für verschiedene Familienformen und für die Gleichheit vor dem Gesetz. Neben den Einblicken in das Leben der Protagonisten in ihren fremden, zum Teil feindlich anmutenden Welten stechen Portillos Charaktere heraus, die Schwächen haben, aber nie wirklich böse sind – ein erfrischender Zug, hinter dem Portillos positives Menschenbild steht.

So dankt Amira Hafner-Al Jabaji der Autorin nach einer spannenden Diskussion für den erbrachten Beweis, dass man mit Figuren, die alle das Gute wollen, sogar gute Literatur schreiben kann.

 


Grenchens umtriebige Literarische Gesellschaft

Nachdem die Literarische Gesellschaft Grenchen im vergangenen November unter kundiger Leitung von Lilian Fankhauser einen zweiteiligen Kurs zum «Lebensgeschichtlichen Erzählen» durchführt hatte, stand den Teilnehmenden offen, je ein eigenes Erzählprojekt anzugehen. Der Stand der Dinge wurde nun Mitte Mai in einer kleinen Werkschau in der Stadtbibliothek Grenchen gezeigt. Acht Teilnehmerinnen, einige extra aus dem Bernbiet angereist, präsentierten einem ausgewählten Publikum höchst kreativ umgesetzte Lebensgeschichten: Vom autobiographischen Leporello, über Collagen bis hin zu eigens produzierten gebunden Büchern mit lebensgeschichtlichen Texten, aus denen teilweise vorgelesen wurde. Alle Beiträge zeigten den Reichtum auf, den die Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben oder dem Leben anderer offenbart. Mehrfach wurde deutlich, wie durch das Erzähl-Projekt die Einsicht in die eigene Biographie und das Verständnis für eine Familiengeschichte wuchsen und wie heilsam entlastend Erzählen gerade am Lebensende sein kann.

Ebenfalls um Literatur und die Beziehung zwischen den Generationen geht es jeweils auch am Schweizerischen Vorlesetag. Wie schon die Jahre zuvor lud die Literarische Gesellschaft wiederum Kinder und Erwachsene zum Vorlese-Nachmittag ein. Wetterbedingt – es herrschte Badiwetter – war der Anlass zwar spärlich besucht, dafür war die Stimmung im wohnzimmerlich hergerichteten Foyer des Parktheaters einzigartig, und die Aufmerksamkeit der Zuhörenden war den Vorleser*innen Claudia Dahinden, Holger Greis, Amira Hafner-Al Jabaji, Atina Tabé und Sandra Sieber gewiss.

Die nächste Veranstaltung der Literarischen Gesellschaft findet am 23. Juni um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek statt. Dann ist mit Regula Portillo eine Solothurner Autorin in Grenchen zu Gast. Sie wird aus dem Buch «Andersland» lesen, mit dem sie 2021 den Preis für Literatur des Kantons Solothurn erhielt.

 


Sommerlicher Vorlesetag 2022: Vier wunderbare Vorleserinnen und ein Vorleser bezauberten und fesselten die grossen und kleinen Zuhörer:innen im Parktheater. Ein stimmungsvoller Anlass, Danke allen Mitwirkenden!


Der Offene Bücherschrank wird rege genutzt und nun auch gründlich geputzt! Was hier 21 Sekunden dauert, waren in Echtzeit knapp zwei Stunden munteres Treiben.


Kleintheater Grenchen und Literarische Gesellschaft Grenchen present:

Es isch Zyt!

Sa. 19. März 2022, 20:15h

Tickets: www.kleintheatergrenchen.ch

In einer Mischung aus Lesung und Erzähltheater nehmen Ferruccio Cainero und Claudia Dahinden das Publikum mit auf eine Reise durch das Mysterium der Zeit. Das Publikum begleitet Cainero ins mythische Griechenland, begibt sich mit den Hugenotten auf den Weg in die Schweiz und nähert sich über das «Zimmer der Zeit» im Hause Cainero der heimischen Uhrmacherei an. Claudia Dahinden lässt uns in Ausschnitten aus ihrem Debutroman «Die Uhrmacherin» am Schicksal einer Luzerner Lehrerin teilhaben, die im Uhrmacherdorf Grenchen die Liebe zu den tickenden Zeitzählern entdeckt und einen mysteriösen Unfall klärt. Ein Abend, so vielschichtig wie eine mechanische Uhr und so voller Wendungen wie die Zeit selbst!

www.claudiadahinden.com
www.ferrucciocainero.ch


Inspirierender Workshop

 

15 Frauen und 3 Männer nahmen im November am zweiteiligen Kurs „Lebensgeschichtliches Erzählen“ in der Stadtbibliothek Grenchen teil. Unter der Anleitung der Berner Germanistin und Biografin Lilian Fankhauser lernten sie, wie man ein biografisches Projekt anpackt. Ob das Resultat ein Text zwischen zwei Buchklappen eines Books on Demand ist, ein Comic oder gar ein kleines Theaterstück, wird sich im Frühling 2022 bei der Werkschau zeigen, die die Literarische Gesellschaft Grenchen für die Teilnehmenden organisieren wird.

 




Grossätti-Tag

 

Wir konnten Franz Josef Schilds 200sten Geburtstag am 14. August 2021 bei strahlendem Wetter und mit vielen Interessierten feiern!

Hier der Beitrag im Grenchner Tagblatt, auch Télébilingue war dabei (Infoflash vom 15. 8., ab Min.5:58).